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    Im Netz der Lügen

    „Oh, what a tangled web we weave, when first we practise to deceive“ dichtete Sir Walter Scott vor über zweihundert Jahren. Es gibt deutsche Übersetzungen dieses Verses, die aber dem Reimzwang geschuldet den Sinn entfremden. Sinngemäß meint der Dichter, das, wenn wir erst einmal anfangen zu lügen und zu täuschen, ein immer verworreneres Netz aus Unwahrheiten entsteht. Ist man darin gefangen, gibt es ohne das Gesicht und die Glaubwürdigkeit zu verlieren kein Entrinnen mehr. Verständlich also, das Lügner ihre Lügen nur allzu gern als Wahrheit deklarieren. Aber was ist Wahrheit? Macht die selektive Wahrnehmung die Wahrheit beliebig? Es geht aber nicht nur um die Schilderungen bereits stattgefundener Ereignisse. Es geht auch um Behauptungen des Verlaufs zukünftiger Ereignisse. Da werden Vorhersagen prognostiziert und zur Wahrheit deklariert. Wer diese angeblichen Wahrheiten abstreitet, wird als Leugner gebrandmarkt. Das hört sich alles an wie aus einem schlechten Film, ist aber unsere gelebte Gegenwart. Wir wissen, das der selbsternannte Klimarat bei seinen Prognosen schon von Anfang an gelogen hat und sich seitdem weiter in sein Netz aus Lügen verstrickt und seine „Modelle“ als Tatsachen verkauft, aber nirgends wissenschaftliche Beweise liefert. Seriöse wissenschaftliche Beweise, möchte ich anfügen. Einer sachlichen Diskussion weicht man aus und versammelt nur Profiteure und Wichtigtuer um sich. Abweichende Meinungen werden nicht akzeptiert. In einer seriösen Wissenschaft undenkbar. Dort wird solange geforscht und diskutiert, bis das Ergebnis beweisbar ist. Ohne Beweise gilt ausnahmslos jede Annahme oder Behauptung als Theorie. Was wir aber im Moment erleben ist, das unbewiesene Theorien zu Ideologien werden, denen man folgen kann oder auch nicht. Man könnte statt Ideologie auch den Begriff Religion verwenden, aus deren Sicht man in Gläubige und Ungläubige trennt. Oder in Anhänger und Leugner. Gerne auch Ergebene und Ketzer. In den hysterischen Blicken der Eiferer kann man die Scheiterhaufen schon lodern sehen.

    Ich bin gelernter Fernmeldetechniker. Ich verstehe etwas von Informationen und deren Übermittlung. Ein Sender übermittelt eine Information an einen Empfänger und dazwischen ist der Übertragungsweg. Die Qualität des Übertragungsweges bestimmt den Informationsverlust zwischen Sender und Empfänger. Nur von dem, was wir selbst mit eigenen Augen sehen und unmittelbar erleben, können wir mit Sicherheit behaupten, das es wahr ist. Halbwegs. Denn wenn fünf Leute das Gleiche sehen, nehmen sie es unterschiedlich wahr und geben es so auch wieder. Und doch ist jeder überzeugt von seiner Wahrheit. Was aber, wenn wir bei einem Ereignis nicht dabei sind? Woher sollen wir wissen, ob es wahr ist? Gut, man kann Augenzeugen befragen. Das macht der Reporter vor Ort. Das macht es authentisch: „Ja, ich rannte die Treppe hinunter und habe mehrere Explosionen gehört“, sagte ein Augenzeuge mit staubbedecktem Gesicht einem Reporter ins Mikrofon. Unten auf der Straße, wo vorher das World Trade Center stand. Bis eben noch. Am 11. September 2001 war das und ich saß vor dem TV. Den Mann und das Interview habe ich danach nie wieder gesehen. Explosionen passen nicht zur Wahrheit.

    Wir können es einfach nicht wissen, ob es stimmt, was tagtäglich an Informationen über uns herein bricht. Früher was das noch etwas einfacher, die Zweifel geringer. Um Punkt acht gongte es, Herr Köpcke von der Tagesschau verlas die Nachrichten und fast ausnahmslos alle glaubten an das Vorgelesene. Herr Köpcke war eine Institution an Zuverlässigkeit. Niemand hätte an seinem Wort gezweifelt. Es gab ja auch kein Internet, kein Twitter, kein Google. Kein Grund, irgendetwas zu hinterfragen. Kein Mittel, um irgendwas zu hinterfragen. Sicher konnte man anderer Meinung sein. Die Roten lasen Spiegel, die Schwarzen den Stern. Grüne gab es nicht. Die Presse galt als vierte, kontrollierende Macht und zeichneten neben der Gewaltenteilung die Demokratie aus. Sie waren nicht käuflich. Das alles ist nicht mehr. Wenn wir also etwas nicht wissen können, bleibt uns nur, einer Information zu glauben oder auch nicht. Genau so verhält es sich mit den Aussagen sogenannter Fachleute. Wir können nicht alle Physik, Medizin und Meterologie studiert haben und müssen uns daher auf die Meinungen der Fachleute verlassen (können). Nun zeigt sich immer mehr, dass diese Meinungen oftmals den Wünschen der Geldgeber zuneigen. Oder einfacher ausgedrückt: Sie sind gekauft.

    Klimaschwandel

    Es soll ja Leute geben, denen man viel erzählen kann. Sie sind leichtgläubig und würden nie auf die Idee kommen, manipuliert zu werden. Deswegen nennt man die sogenannte öffentliche Meinung auch die veröffentliche Meinung. Zum Glück gibt es auch eine Gegenöffentlichkeit, dem Internet sei Dank auch mit steigender Verbreitung. Aber Meinungsvielfalt ist in diesem Staat nicht mehr erwünscht. Deswegen wird die Gegenöffentlichkeit verunglimpft. Von den Lohnschreibern, Mietmäulern und Hofschranzen des Marionettentheaters namens Bundesregierung. Sie beschimpfen die alternativen Medien als Verbreiter von Verschwörungstheorien, Nazis, Antisemiten, Spinner, Klimaleugner, Coronaleugner und was gerade passt. In den letzten Jahrzehnten ist eine unheilige Allianz entstanden. Eine Gewaltenteilung gibt es nicht mehr. Die bekannten Medien sind allesamt gleich geschaltet durch Unterwanderung mit Anhängern einer ganz bestimmten Ideologie. Die vierte Macht im Staat, die Presse, nimmt ihre kontrollierende Aufgabe nicht mehr wahr, sondern dient willig den Interessen der Mächtigen. Und mächtig sind auf der Welt nur die Superreichen. Sie kaufen Regierungen und Zeitungen gleichermaßen. Geld und Macht sind die eigentlichen Triebfedern jedweder Ideologie. Man sucht sich eine Handvoll nützlicher Esel*innen, spannt sie vor eine Karre und lässt den Dingen ihren Lauf. Und schon bald folgen große Teile einer Gesellschaft diesen Rattenfängern, weil sie glauben, einer wichtigen Sache zu dienen. Dann muss das Klima gerettet werden. Dann muß die Menschheit vor einer Pandemie gerettet werden. Dann die ganze Welt und schließlich das Universum. Das kostet natürlich immer Geld. Sehr viel Geld. Wo das Geld herkommt, dürfte klar sein. Mehr Steuern, mehr Abgaben. Wo das Geld hingeht, wird den Steuerzahlern vorenthalten. Ist ja auch nicht wichtig. Dient ja einem guten Zweck.

    Ich habe schon sehr früh damit angefangen, mehr auf die Ungereimtheiten zu achten als auf die Behauptungen, mit denen wir ständig konfrontiert werden. Angefangen vom bösen Russen, der nichts anderes im Sinn führt, alsbaldig in unser Land einzumarschieren. Nach dem Zerfall der Sowjetunion war eine Zeit lang Ruhe, dann mußte Deutschland am Hindukusch verteidigt werden, die neue Bedrohung waren Terroristen. So funktioniert Macht: Die Mächtigen suggerieren immer eine Bedrohung, vor der sie uns allein beschützen kann. Fällt die Bedrohung ins Sommerloch, hilft immer noch der unermüdliche Kampf gegen rechts. Früher haben sich die da oben wenigstens noch Mühe gegeben, uns zu belügen. Mittlerweile sind die Geschichten so lächerlich und lückenhaft, dass die Ungereimtheiten eigentlich jedem halbwegs Gebildeten sofort ins Auge stechen müssten. Tun sie aber nicht.

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    Ausgecheckt! Linke Masche von check24?

    Es hätte unsere zweite Reise in die USA werden sollen. Wir waren von der ersten Reise 2018 so begeistert, das wir bereit waren, unser Sparschwein zu opfern, um noch einmal die Freiheit zu spüren. Die Freiheit, in einem Wohnmobil auf eigene Faust das Land zu erkunden und die Nationalparks darin zu bestaunen. Doch das Koffer packen musste ausfallen. Wegen Corona, Sie wissen schon. Zu diesem Zeitpunkt war aber das Hotelzimmer für die erste Nacht schon gebucht, das Wohnmobil reserviert und die Tickets bei der Lufthansa schon gekauft. Letzteres über das Vergleichsportal check24. Wir haben die dumme Angewohnheit, Preise zu vergleichen. Bei den Flügen haben wir dieses Mal check24 gewählt, um das beste Angebot zu bekommen. Und Lufthansa? Was soll da schon schief gehen?

    Aber wer konnte da schon ahnen, das wieder einmal ein neuartiges Virus seine Runden drehen und dabei die ganze Welt lahm legen würde? Wir ahnten es jedenfalls nicht. Vor allem meine liebe Frau verbrachte Stunde um Stunde damit, die Reiseroute mit Hilfe von youtube, Büchern und Karten akribisch zu planen, damit wir auch so viel wie möglich von dieser Reise mitnehmen konnten. Nun kommt zu der Riesen-Enttäuschung auch noch zunehmend Frust hinzu. Das wir die Tickets, wenn überhaupt, nur zum Teil erstattet bekommen, müssen wir wohl so akzeptieren. Ich hatte es hier schon erwähnt. Aber was erlauben check24?

    Als fest stand, das die Reise ins Wasser fallen würde, haben wir natürlich als Erstes bei check24 wegen einer Stornierung angefragt. Dort wurde geprüft und angeblich im Namen der Lufthansa befunden, das uns von 814,80 € pro Person genau 119,23 € als Erstattung zustehen würden. Das sind knapp 15 Prozent. Die gepfefferten Kosten für die Sitzplatzreservierungen bleiben hier unerwähnt. Was wir aber erwähnen ist, das wir uns verarscht vorkamen. Wir haben check24 für die Mühe gedankt und uns nach einiger google-Recherche an eine dieser Agenturen gewandt, die die Tickets aufkaufen. Aber da gab es auch nicht mehr zu holen. Also blieb nur noch der direkte Weg zur Lufthansa. Die hatten mittlerweile die Online-Funktionen für Umbuchungen, Stornierungen etc. kurzer Hand abgeschaltet. Eine vernünftige Postanschrift bei der Lufthansa zu finden, ist auch nicht ganz einfach und spottet für ein (Noch-)DAX-Unternehmen jeglicher Beschreibung. In solch einem Fall möchte man schließlich sicher gehen, das der Brief ankommt und „Flughafenbereich West“ klingt als Adresse für mich etwas schwammig. Aber der Empfang des Briefes wurde mit einer mail bestätigt und nach weiteren zwei Wochen wurde uns freundlich mitgeteilt, das er zu der Serviceabteilung für Flugbuchungen und Reservierungen weiter geleitet wurde. Auch das ist wieder zwei Wochen her und seitdem ist Funkstille.

    Szenenwechsel. check24 erscheint wieder auf der Bildfläche. Mit ziemlicher Vehemenz werde ich nun aufgefordert, über ein neues, übersichtliches Formular unsere Flüge entweder umbuchen oder erstatten zu lassen. Die erste mail habe ich geflissentlich ignoriert, weil mir darin ein Mahnverfahren angedroht wurde, wenn ich den Flugpreis beispielsweise über meine Kreditkarte zurück hole. Ich hatte garnicht die Absicht. Ich reagiere nur säuerlich, wenn mir aus heiterem Himmel ein Mahnverfahren angedroht wird. Nach der zweiten mail habe ich mein Konto bei check24 samt allen Daten gelöscht. Trotzdem kam eine Erinnerungs-SMS, ich solle jetzt das Formular benutzen. Dann kam wieder eine mail und ich antwortete. Ich antwortete, falls sie (check24) sich weiter erdreisten, mir mit Gebühren und Mahnverfahren zu drohen, sich mein Anwalt bei ihnen melden würde. Und dann fing ich an, über diese Vehemenz nachzudenken.

    Sie haben Post!

    Wichtig: In jedem Fall müssen Sie Ihre Buchung zur Umbuchung vormerken lassen oder stornieren, wenn Sie den Flug aufgrund der aktuellen Einschränkungen durch COVID-19 nicht antreten können. Sonst steht Ihnen ggf. kein Recht auf Erstattung zu bzw. könnte die Fluggesellschaft Gebühren erheben, die wir Ihnen in Rechnung stellen werden.

    Quelle: email von check24

    Also wie muss ich das verstehen? Wenn ich nicht storniere, erhebt Lufthansa Gebühren, die check24 dann von mir wieder haben will? Und wenn der Flug gecancelled ist, soll ich trotzdem auf den oben stehenden Button klicken? Das eine klingt nach Angstmache, das andere nach Bauernfängerei. Klickt man auf besagten Button, sollte man nicht versäumen, sich durch die AGB von check24 zu klicken. Dort findet man:

    16.4.3 Bei der Bearbeitung von Änderungswünschen des Nutzers gegenüber CHECK24 Flug, wie Stornierungen von Leistungen, Namensänderungen oder Umbuchungen von Leistungen erhebt CHECK24 Flug als Vermittler ein Bearbeitungsentgelt in Höhe von jeweils maximal EUR 25,00 pro Änderungswunsch und Person. Beauftragt der Kunde unabhängig vom Rücktrittsgrund eines Fluges CHECK24 Flug mit dem Refund der nicht genutzten Tickets bei der Airline, erhebt CHECK24 Flug als Vermittler ein Bearbeitungsentgelt in Höhe von 50% des rückerstattbaren Betrages, maximal jedoch EUR 25,00 pro Person und Flug. Darüber hinaus können Ihnen auf Basis der jeweiligen Leistungserbringer-AGB gegebenenfalls gesonderte Kosten entstehen, auf die CHECK24 Flug keinen Einfluss hat.

    Quelle: check24

    Also EUR 25,00 pro Person und Flug. Macht hin und zurück schlappe 100 Euronen, wenn ich so blöd bin, auf den blauen Button zu klicken. Ich finde es absolut erbärmlich, wie check24 versucht, sich von den ohnehin schon mickrigen Erstattungsbeträgen noch einen nicht unerheblichen Anteil zu sichern. Nicht mit uns. Ich war Jahre lang Kunde bei check24, habe dort Stromanbieter, Autoversicherung und noch ein paar kleine Versicherungen wie Haftplicht und Hausrat verglichen und abgeschlossen. An alledem haben sie verdient. Ist auch ok, sie bieten ja schließlich eine Dienstleistung an. Aber was jetzt hier abläuft, hat schon einen etwas halbseidenen Beigeschmack. Mich sind sie als Kunde jedenfalls los und ich kann nur jedem empfehlen, sich das klein Gedruckte bei denen genau durchzulesen, zumal sie die AGBs auch je nach Bedarf kurzfristig ändern.

    Was das Geld für die Flugtickets anbelangt, warten wir erst einmal ab. Es gilt ja nun eine Reisewarnung bis Mitte Juni und unser Abflug fällt in diesen Zeitraum. Und wir werden nicht so einfach zu sehen, wie sich unser sauer verdientes Geld in Rauch auflöst. Und schon garnicht werden wir unser sauer verdientes Geld irgendwelchen raffgieriegen Portalen in den Hals werfen.